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  Geschichtliches, Personen: Samuel Beckett
Samuel Barclay Beckett war kein Bürger Kassels und Kassel war auch nicht seine Wahlheimat. Seine Cousine Peggy war der Grund, der ihn sieben Mal nach Kassel reisen ließ. Sie war mit Ihren Eltern und Geschwistern von Dublin nach Kassel ausgewandert, ihr Vater wollte junge deutsche Kunst nach England und Irland exportieren. Bei einem Heimatbesuch der Sinclairs verliebte sich Samuel in seine Cousine Peggy. Insgesamt sieben Mal besuchte er sie danach in Kassel in der Landgrafenstraße 5 - heute Bodelschwingstraße, wo die Sinclairs wohnten. Mit 23 Jahren starb Peggy an Tuberkulose und wurde in Wildungen beigesetzt. Eine Platte im Gehweg erinnert heute an die damaligen Besuche Samuel Barclay Becketts.

Samuel Barclay Beckett (* 13. April 1906 in Dublin; † 22. Dezember 1989 in Paris) war ein irischer Schriftsteller, der aber als britischer Staatsbürger geboren wurde und ab 1937 ständig in Frankreich lebte. Seine ersten Texte verfasste er in englischer Sprache, in seiner mittleren und fruchtbarsten Phase schrieb er überwiegend Französisch, später wechselte er, oft von Text zu Text, die Sprache und übersetzte seine Werke häufig selbst in die jeweils andere. Er gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts und wurde 1969 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Sein bekanntestes Werk wurde das 1953 am Schillertheater (Berlin) uraufgeführte Stück En attendant Godot (Warten auf Godot).