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  Geschichtliches, Stadtteile: Süsterfeld - Helleböhn
Der Ortsteil Süsterfeld ist aus einer Erwerbslosensiedlung hervorgegangen, die ab 1932 errichtet wurde. Menschen, die durch die Weltwirtschaftskrise an den Rand der Existenz geraten waren, sollten diese durch günstige Bedingungen wiedergründen können Für eine Ansiedlung waren folgende Kriterien maßgebend: langjährige Arbeitslosigkeit, das Alter (ältere wurden bevorzugt), die Zahl der Kinder, Eignung von Frau und Mann sowie der Gesundheitszustand.

Auf einer Fläche, die zur Domäne Wilhelmshöhe gehörte, erhielten sie auf der Grundlage eines Erbbauvertrages das Recht zur Nutzung einer Parzelle. Die Stadt Kassel und die Hessische Heimstätte organisierten die Bauarbeiten. In einfacher, kostengünstiger Bauweise wurden die Häuser durch die Siedler errichtet. Je 50 Häuser entstehen in gegenseitiger Siedlerselbsthilfe auf Kasseler und auf Niederzwehrener Gemarkung, nachdem vorab von einer Firma ein Musterhaus gebaut wurde.

Der Ortsteil Helleböhn ist in den 50'er und 60'er Jahren als Demonstrationsbauvorhaben des Bundes im Rahmen des sozialen Wohnungsbaues entstanden. 3 - 4-geschossige Bauweise sowie einige Hochhäuser; überwiegend Mietwohnungen. Die GWH ist Eigentümerin von ca. 1.500 Wohnungen.
In Kassel bestand nach der massiven Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg und durch starke Zuwanderung aus den ehemaligen Ostgebieten ein hoher Bedarf an Wohnraum. Zur Deckung dieses Bedarfs war der Neubau von Wohnungen unumgänglich. Dazu gehörte auch die Wohnsiedlung Helleböhn mit Baubeginn im Jahre 1956.

Der Name Helleböhn kann auf das Vorkommen von hellem Sand bzw. hellen Böden zurückgeführt werden, die als Ackerland genutzt wurden.
Bei allen ähnlichkeiten, die diese Siedlung mit anderen Bebauungen in Kassel hat, weist Helleböhn einige Besonderheiten auf.


Mit dieser Wohnsiedlung ist zum ersten Mal in Kassel, quasi auf der grünen Wiese, eine große zusammenhängende Siedlung als eigenständiger Trabant am Stadtrand gebaut worden.
Der zentral liegende Rhönplatz bietet notwendige Einkaufmöglichkeiten und zentrale Dienste.

Die Dreifaltigkeitskirche wurde für die Stadtteile Süsterfeld, Helleböhn und Documenta Urbana errichtet. Heute gehört auch die "untere Hälfte" des neuen Stadtteils Marbachshöhe zu dieser Gemeinde. Die Kirche wurde 1963 am Sonntag Trinitatis geweiht.


Der hohe spitze Turm ist weithin sichtbar. Dach und Turm sind mit Kupfer gedeckt, das im Laufe der Jahre grün geworden ist, daher ist sie auch als die grüne Kirche bekannt.
Innen wirkt die Kirche wie ein großes Zelt. Der hintere Teil des Kirchenschiffes ist heute mit Sitzgruppen eingerichtet, so daß nach den Gottesdiensten bei Kaffee oder Tee Gelegenheit zum Gespräch besteht.
Im Eifelweg 32 befindet sich das Gemeindehaus. Dies war die erste Kirche im Stadtteil Süsterfeld und wurde zusammen mit der Siedlung im Jahr 1932 gebaut.