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  Geschichtliches, Personen: Eduard von Magdeburg
Eduard Magdeburg aus Bieberich, war nach Vollendung des Jurastudiums und Anfangstätigkeiten in den Provinzen Hessen-Nassau, Brandenburg, Hannover und Schleswig-Holstein und im Aisne-Departement als Hilfsarbeiter im preußischen Ministerium des Innern tätig gewesen und von dort als vortragender Rat in das Reichsamt des Innern im Jahre 1881 berufen worden.

Seine Kasseler Tätigkeit übernahm er im Jahre 1884 zuerst in dem gleichen Range wie sein Vorgänger, als Regierungsvizepräsident; erst am 1. Juli 1886 wurde er zum Regierungspräsidenten ernannt. In der Beförderung kam die Veränderung der Stellung seines Amtes zum Ausdruck; denn praktisch war er der erste selbständige Leiter der Behörde, seitdem durch das Landesverwaltungsgesetz von 1883 die Leitungsbefugnis des Oberpräsidenten aufgehoben worden war.

Magdeburg's Wirken im Regierungsbezirk war nur von kurzer Dauer, denn schon am 6. Dezember 1886 wurde er zum Unterstaatssekretär und Wirklichen Geheimen Oberregierungsrat im Ministerium für Handel und Gewerbe ernannt. Späterhin kehrte er als Oberpräsident in die Provinz Hessen-Nassau zurück. Zuletzt war er Chefpräsident der Oberredienkammer. Im Jahre 1904 wurde er in den erblichen Adelsstand erhoben. Er starb im Jahre 1932.