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  Geschichtliches, Landgrafen: Wilhelm V., Landgraf von Hessen-Kassel
Geboren am 13. Februar 1602 als Sohn des Landgrafen Moritz v. Hessen-Kassel u. Agnes, Tochter des Grafen Johannes Georg zu Solms.
Wilhelm V. (der Beständige) tritt ein chaotisches finanzielles Erbe an und muss in September zugunsten seiner Darmstädter Vettern auf Oberhessen verzichten.
1630 verbündet sich Landgraf Wilhelm V. mit dem Schwedenkönig Gustav Adolf.
Nach der erfolgreichen Schlacht bei Breitenfeld in Mainz erhielt 1631 der Landgraf von Hessen-Kassel als verbriefte Schenkung von Gustav Adolf die Stifte Hersfeld, Fulda, Paderborn und Teile Westfalens, - und das noch zu erobernde Bistum Münster.
Mit dem Tode des Schwedenkönigs in der Schlacht bei Lützen im November 1632 bricht die politische Basis des Landgrafen Wilhelm V. weg. Er hatte es gewagt, sich mit dem Gegner des Kaisers zu verbünden und sein Land, seine Bevölkerung muss nun dafür büßen.
Kaiserliche Strafaktionen bescheren dem besetzten Niederhessen Jahre unbeschreiblicher Kriegsgräuel und Verwüstungen.
General Götz drang 1636 verheerend in Niederhessen ein, und obgleich die Schweden unter Banér dasselbe nach dem Sieg bei Wittstock wieder befreiten, so folgten doch den Kriegsdrangsalen Hungersnot und Pest.
Nach der Niederlage der Schweden bei Nördlingen wetteifern kaiserliche, schwedische und französische Truppen bei der Verwüstung des Landes. Landgraf Wilhelm zieht sich nach Friesland zurück.
Das Jahr 1636 verwandelt ganz Hessen in eine Einöde, 18 hessische Städte gehen in Flammen auf, 47 Burgen und 100 Dörfer werden zerstört, nur die Hauptstadt Kassel bleibt verschont.

In Kassel hält 1637 wieder die Pest Einzug, ihr fallen 1440 Personen zum Opfer.
Landgraf Wilhelm V. kommt am 21. September 1637 bei seinem Heer in Ostfriesland ums Leben.