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  Geschichtliches, Landgrafen: Wilhelm VIII., Landgraf von Hessen-Kassel

Geboren am 10.03.1682 in Kassel am 10. März 1682 als Sohn des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel u. Maria Amalia, Tochter des Herzogs Jakob v. Curland.
Nach 20jähriger Statthalterschaft übernimmt Wilhelm VIII. am 25. März 1751 nach dem Tode des kinderlosen Bruders selbst die Regentschaft.
Er beteiligte sich als Verbündeter Preußens und Englands am Siebenjährigen Krieg, in welchem sich die hessischen Soldaten zwar mit Ruhm bedeckten, aber das Land unter den Kriegsdrangsalen außerordentlich litt. Er hielt seinem König, der in Schlesien, Sachsen und Böhmen kämpfte, zwar den Rücken frei - Hessen wurde damit aber zum Hauptkriegsschauplatz im Westen und Kassel wiederholt von Franzosen besetzt.
Der Propaganda der Jesuiten war es inzwischen (1749) gelungen, den ältesten Sohn Wilhelms, Friedrich, zum übertritt zur katholischen Religion zu bewegen.
Dennoch wurden sie durch das energische, von Preußen und Hannover gestützte Vorgehen Wilhelms um die Vorteile, die sie von diesem fünf Iahre lang verheimlichten übertritt erhofften, gebracht.
Wilhelm nämlich verordnete (1754) in Gemeinschaft mit seinen Ständen, daß der Prinz einst als Landgraf weder einem Katholiken eine öffentliche Stellung noch seinen Glaubensverwandten öffentlichen Kult im Umkreis seines Landes gestatten sollte, und überwies zugleich schon damals Friedrichs ältestem Sohn, Wilhelm (später als regierender Fürst Wilhelm IX.), die Grafschaft Hanau als selbständiges Fürstentum.
Wilhelm VIII. ist am 1.02.1760 in Rinteln gestorben.
1753 erfolgt die Grundsteinlegung des Mittelbaues von Schloss Wilhelmsthal. Die Pläne stammen von Cuvilles d.ä., die Bauleitung hat Simon Louis du Ry.
Wilhelm VIII. ist am 1.02.1760 in Rinteln gestorben.