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  Geschichtliches, Stadtteile: Bad Wilhelmshöhe
Bad Wilhelmshöhe ist ein Stadtteil von Kassel. International bekannt ist Bad Wilhelmshöhe vor allem durch den im Habichtswald liegenden Bergpark Wilhelmshöhe, in dem die Wasserspiele stattfinden.
Der größte Teil des Wilhelmshöher Gebiets wird von weitläufigen und dicht bewaldeten Flächen des Habichtswalds eingenommen; somit hat Bad Wilhelmshöhe einen Anteil am Naturpark Habichtswald, in dem sich der Bergpark Wilhelmshöhe befindet. Der eigentliche (östliche) Teil des Kasseler Stadtteils ist zumeist dicht bebaut.
Nordwestlich des Ortsbezirks Wahlershausen bzw. des Rammelsbergs gibt es Wiesen- und Ackerflächen. Die höchste Erhebung des zu Bad Wilhelmshöhe gehörenden Gebiets ist das stark bewaldete Hohe Gras (rund 615 m ü. NN) im Habichtswald.

Die völlig gerade verlaufende Wilhelmshöher Allee, die unterhalb des Schloss Wilhelmshöhe beginnt, ist die dominante Hauptverkehrstraße des Stadtteils, die als eine der Kasseler Hauptachsen teils prachtvoll angelegt in Richtung Osten bis in die Kasseler Mitte zur Innenstadt führt. Das Westende dieser Allee geht über die Tulpenallee in die Rasenallee über, die in Richtung Norden durch Harleshausen und durch die Gemeinde Ahnetal zum Schloss Wilhelmsthal in Calden führt.

Das Dorf Wahlershausen, urkundlich 1123 erstmals erwähnt, bildet die Keimzelle des Stadtteils Wilhelmshöhe. Das Dorf stand lange Zeit in engen Beziehungen zum Kloster Weißenstein, an dessen Stelle sich heute das Schloss Wilhelmshöhe befindet.
1767 wurde die Wilhelmshöher Allee angelegt und wurde als günstige Verkehrsachse zunehmend bebaut.

Nahe am Park Wilhelmshöhe entstand seit 1881 die Villenkolonie Mulang, die von einem 1892 errichteten, privaten Elektrizitätswerk in der Hunrodstraße, etwas oberhalb der Kurhausstraße, mit Strom versorgt wurde.

Das Werk wurde mit Kohlegrus betrieben, der an der Zeche Herkules gefördert und mit der Herkulesbahn herbeitransportiert wurde. Mit dem Grus wurden zwei Schmidtsche Heißdampfmaschinen mit je 40 bis 50 PS von der Kasseler Firma Beck und Henkel beheizt, die ihrerseits Dynamos der Berliner Firma Schwarzkopf betrieben. Tagsüber wurde ein Akkumulator von 132 Zellen geladen, um die Stromlieferung zu allen Tages- und Nachtzeiten zu gewährleisten.

Um 1900 entwickelte sich südlich der Wilhelmshöher Allee an der Friedrich-Naumann-Straße ein Villenviertel. 1903 erhielt Wahlershausen eine eigene Kirche, die Christuskirche, sowie ein neues Schulgebäude. 1906 erfolgte der Anschluss an Kassel.

Das Kurbad Wilhelmshöhe mit dem Kurhaus an der Rasenallee wird 1935 der Öffentlichkeit übergeben, im gleichen Jahr erfolgt die Einweihung des "Freilicht-, Luft- und Schwimmbad".

Am 30.05.1979 wird die Thermalsolebohrung in Wilhelmshöhe in 674 Metern Tiefe erfolgreich beendet. Für das Wilhelmshöher Thermalsolebad, der Kurhessentherme, wird am 10. Oktober desselben Jahres der Grundstein gelegt. Am 25. Februar 1983 wird dann die Kurhessentherme eröffnet, ein Wellness- und Badeparadies, das den höchsten Ansprüchen gerecht wird.

Am 11. September 1998 wird Bad Wilhelmshöhe offiziell als Thermalsole-Heilbad anerkannt.