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  Kulturelles: Schulen in Kassel
 Realschulen


Fasanenhofschule (© Thomas Wirth)
[1930] Fasanenhofschule

Die zur Siedlung Fasanenhof gehörende Fasanenhofschule wurde im Stil der klassischen Moderne gebaut, 1930 fertiggestellt und steht heute unter Denkmalschutz.
Die Fasanenhofschule verfügt über eine Realschule und eine Hauptschule als weiterführende Schulformen. Die Klassen 5 und 6 werden als Förderstufe geführt.

[19] Friedrich-Wöhler-Schule

Die Friedrich-Wöhler-Schule ist zentral am Fuße des Weinbergs gelegen und umfasst im Bereich der Sekundarstufe eine Realschule mit 10 Lerngruppen und eine Hauptschule mit 2 Lerngruppen (Hauptschule läuft aber möglicherweise aus).


[1909] Heinrich-Schütz-Schule

1909 Gründung der "Städtischen Studienanstalt der realgymnasialen Richtung zu Cassel" als reines Mädchengymnasium im Gebäude des alten Rathauses.
Die "Städtische Studienanstalt der realgymnasialen Richtung zu Cassel" zieht 1930 in ein neu geschaffenes Schulgebäude in der Freiherr-von-Stein-Straße um und erhält den Namen Malwida-von-Meysenbug-Schule (ab 1940 Heinrich-Schütz-Schule).



[19] Valentin-Traudt-Schule

Die Valentin-Traudt-Schule ist eine Grund-, Haupt- und Realschule in Kassel. Sie befindet sich im Stadtteil Rothenditmold.
Namensgeber der Schule ist der hessische Lehrer, Dichter und Politiker Valentin Traudt (1864-1950). Er unterrichtete auch von 1902 bis 1922 an der Schule.
Am 17. April 1901 werden das Schulhaus und die Turnhalle an der Wolfhager Straße mit einer großen Feier eingeweiht. 1909 heißt die Schule Vereinigte Knaben- und Mädchenbürgerschule 23/24.
Ab 1910 werden auf der Bürgerschule 23 nur Jungs und auf der Bürgerschule 24 nur Mädchen unterichtet. Es handelt sich um selbstständige Schulen.
In der Nacht vom 22. zum 23. Oktober 1943 wird durch den Bombenangriff auf Kassel auch die Bürgerschule 23 zerstört und die Bürgerschule 24 beschädigt.


 Gymnasien

[1892] Albert-Schweitzer-Schule

Die Albert-Schweitzer-Schule Kassel (kurz: ASS) ist eines der ältesten Kasseler Gymnasien und seit 2010 hessische Europaschule. Sie wird von ungefähr 1.120 Schülern der Jahrgänge Fünf bis Zwölf besucht.
Die Schule wurde 1869 gegründet. 1877 legte Prinz Heinrich von Preußen dort seine mittlere Reife ab.
Die Schule trägt seit 1956 den Namen Albert Schweitzers.

[1892] Engelsburg

1892 gründeten die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel in Kassel ein katholisches Mädchengymnasium der Klassenstufen 1 bis 10. Auf Bitten jüdischer Eltern wurden 1935 zum ersten Mal nicht-katholische Schülerinnen aufgenommen, da unter der nationalsozialistischen Regierung jüdische Schülerinnen von anderen Schulen verwiesen wurden. Vier Jahre darauf, 1939, schloss die Regierung die Schule.
Am 22. Oktober 1943 wurde das Schulgebäude am Ständeplatz bei britischen Bombenangriffen auf Kassel zerstört.
Das Engelsburg Gymnasium wurde 1947 mit den Klassen 5 bis 10 wiedereröffnet und 1951 als Ausbildungsschule für Referendare anerkannt. Vier Jahre später, 1955, wurde die Engelsburg zum staatlich anerkannten Gymnasium. Noch im selben Jahr fand die erste Abiturprüfung statt. Die Engelsburg war das letzte Gymnysium, dass sich 1978 auch männlichen Schülern öffnete.

[1779] Friedrichsgymnasium

Landgraf Friedrich II. gründet 1779 das Lyceum Fridericianum, er schenkt dazu der Stadt das sogenannte Zanthiersche Haus in der Königstraße 47. Damit brachte er das erste Gymnasium auf den Weg (heutiges Friedrichsgymnasium). In der Tradition geht es auf eine mittelalterliche Lateinschule der Reformationszeit zurück. Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel baute die alte städtische Lateinschule im neuen Gebäude als Lyceum Fridericianum aus.
Später trug die Schule die Bezeichnung Humanistisches Gymnasium. Heute wird sie Friedrichsgymnasium genannt. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Schule in der Wolfsschlucht untergebracht, wo noch heute eine Gedenktafel an den ursprünglichen Standort erinnert, jetzt befindet sie sich in der Nähe des Hessischen Landesmuseums in der Humboldtstraße.
Die Schule besteht aus zwei Gebäuden, einem 1957 fertiggestelltem und mittlerweile denkmalgeschütztem Altbau sowie einem 1992 eröffneten Erweiterungsbau inklusive einer Cafeteria und einer Bibliothek, der durch einen sehr modernen Stil geprägt ist. Ende 2009 konnte ein weiterer Neubau - die Schulmensa - eingeweiht werden, im Jahr 2010 wurden dann die 4 neuen Klassenräume ("Gebäude auf Säulen") eröffnet. Durch die Lage oberhalb des Weinbergs befindet sich das Schulgelände direkt zwischen kleinen Parkanlagen.

[1889] Goethe-Gymnasium

Das Goethe-Gymnasium entstand einst aus der Kasseler Oberrealschule II und trug in der ersten Zeit nach der Gründung 1889 den Zusatz i. E. (in Entwicklung).
Der Schülermund machte daraus: im Eimer. Dieser Name haftet der Schule noch heute an.
1934 wurde die Schule in Hermann-Göhring-Schule umbenannt; 1956 erhielt sie den Namen Goethe-Schule.

[1955] Herderschule

Die Herderschule (Oberstufengymnasium des Lkr Kassel) beginnt 1955 mit ihrem Unterricht in Räumen der Heinrich-Schütz-Schule, hier werden erstmalig Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet.

[1869]Jakob-Grimm-Schule

Über 140 Jahre ist die Schule alt. 1869 als "Höhere Töchterschule" gegründet, wurde sie 1885 in "Höhere Mädchenschule" umbenannt, entwickelte sich 1911 zum Lyzeum mit Oberlyzeum und 1923 zum Oberlyzeum. 1938 erhielt die Oberschule für Mädchen den Namen Jakob-Grimm-Schule. 1970 wurde sie eine Koedukationsschule (Mädchen und Jungen), 1981 ein reines Oberstufengymnasium (Klasse 11-13).

[1855] Luisenschule

Sie wurde 1855 als Schule für die Töchter des aufsteigenden Bürgertums in der damaligen Poststraße (heute Mauerstraße) gegründet. Bis 1980 war die Luisenschule eine Realschule für Mädchen, danach wurden auch Jungs eingeschult.

[1886] Wilhelmsgymnasium

Am 4. Mai 1886 wurde das Königliche Wilhelms-Gymnasium in Kassel am Hanauschen Park oberhalb des Weinbergs eingeweiht. Ihren Namen erhielt die Schule nach dem preußischen König und deutschen Kaiser Wilhelm I. Aufgrund gestiegener Schülerzahlen, die vom Friedrichsgymnasium nicht mehr aufgenommen werden konnten, war der Bau vom preußischen Staat initiiert und finanziert worden. Ein Teil der Lehrer- und Schülerschaft des Friedrichsgymnasiums zog 1886 in die neu eingeweihte Schule. Diese wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.
Nach verschiedenen provisorischen Lösungen konnte erst 1959 der ersten Bauabschnitt am heutigen Standort bezogen werden, drei Jahre später der gesamte Komplex - pünktlich zur Jubiläumsfeier des 75jährigen Bestehens der Schule, die aus diesem Grund ein Jahr verspätet im Jahr 1962 stattfand.
Aus dem im Krieg zerstörten Gebäude konnte lediglich eine Eulenbüste gerettet werden, die heute als Wahrzeichen im Eingangsbereich der Schule steht. Die Eule ist - als Symbol für Wissen und Weisheit in der griechischen Mythologie - zugleich das Wappentier der Schule.
Am 1. August 1968 wurde an der Wilhelmschule, wie das Wilhelmsgymnasium vorübergehend hieß, die Koedukation eingeführt. 1985 wurde die Schule durch einen weiteren Bau erheblich vergrößert. 2007 wurden im Neubau Räumlichkeiten für einen pädagogischen Mittagstisch geschaffen, seit Februar 2009 wird direkt neben der Schule eine neue Drei-Felder-Turnhalle mit integrierter Mensa gebaut. Das Projekt wurde Anfang 2010 fertiggestellt. Aktuell besuchen ca. 1200 Schülerinnen und Schüler das Wilhelmsgymnasium.